Wartenbergstrasse
Pratteln
Weiterbauen mit Respekt – Bestehendes transformieren, Gemeinschaft ermöglichen
Die vorhandene Bausubstanz und die gewachsene Natur werden in diesem Projekt nicht als Hindernis, sondern als Grundlage verstanden. Die Geschichte des Ortes wird respektvoll weitergeschrieben. Die prägenden Bäume bleiben erhalten, der Bestandesbau aus den 1940er-Jahren wird behutsam in die Gegenwart überführt – mit einer Transformation, die seine Substanz wahrt und gleichzeitig neue Wohnqualitäten schafft. Um sowohl den Strassenraum als auch den rückwärtigen Garten zu schützen, wird ein kompakter Anbau ergänzt. Dieser nimmt gemeinschaftliche Nutzungen wie die Waschküche und zwei flexibel mietbare Jokerzimmer auf. Gleichzeitig lenkt er die Erschliessung gezielt zum Garten hin. Der schmale Zugang wird als räumliche Qualität verstanden – er steigert die Wahrnehmung des Gartens als Rückzugs- und Begegnungsort. Im Garten selbst steht ein leicht wirkender, zweigeschossiger Neubau mit Attikageschoss. In Holzbauweise errichtet, fügt er sich sensibel in die umgebende Natur ein. Die Architektur ist klar und rechtwinklig, bewusst einfach und kostengünstig gehalten. Die Wohnungen sind als durchgesteckte Einheiten konzipiert, mit Belichtung und Ausblick zu beiden Seiten. Der Zugang erfolgt über einen Laubengang, der als „Baumwipfelpfad“ fungiert. Das gemeinschaftliche Zusammenleben steht im Zentrum des Entwurfs. Der Freiraum wird zum sozialen Bindeglied – Nachbarschaft wird erlebbar, Gemeinschaft aktiv gefördert. Architektur und Landschaft treten in einen Dialog, der den Ort nicht überformt, sondern aus seiner eigenen Geschichte heraus stärkt und zukunftsfähig macht.
AUFTRAGSART Projektwettbewerb offen, 2. Rundgang
JAHR 2025
BAUHERRSCHAFT Gewona Nord-West
BAUKOSTEN -