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Erweiterung Rötihof

Solothurn


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Wesentlicher Beitrag der Architektur zur Nachhaltigkeit ist ihre Langlebigkeit. Dies betrifft nicht nur die physische Konsistenz, sondern auch ihre Aussage. Jedes Gebäude, ob gewollt oder nicht, vermittelt eine Botschaft. Hier in Solothurn steht das Elementare der Architektur im Mittelpunkt. Allein schon die Schauseite an der Werkhofstrasse zeigt, um welche grundsätzlichen Aussagen es geht: um Stütze und Last als ewiges Thema der Architektur, um Transparenz als Zeichen einer demokratischen Gesellschaft. Anleihen am Zeitgeistigen fallen damit ebenso weg, wie die Übernahme architektur ferner Bilderwelten, wie etwa aus der Biomorphie oder Aerodynamik.

Die genannten Aussagen der Architektur hier in Solothurn bedürfen allerdings einer sensiblen Abstimmung auf den Ort und Gebrauch, um das Moment der Monotonie erst gar nicht aufkommen zu lassen. Prima vista sind es die sich verjüngenden Säulen an der Fassade, die das Besondere der Architektur hervorheben. Bei genauerem Hinsehen wird dieser Akzent durch die Proportionen von Decken und Säulen unterstützt.

Die Angemessenheit im Kontext, die Authentizität der Materialien und die Schaffung einer individuellen Atmosphäre sind zentrale Themen, aussen wie innen. Die Innenräume der Gebäude charakterisiert ein Dialog aus Holz und Beton, hier treffen sich unterschiedliche Festigkeiten der Materialien mit einer verbindenden, spürbaren Haptik. Zudem belebt die Anordnung der Fenster am Hauptgebäude – zur Werkhofstrasse hin – den primären Eindruck der Fassade. Die gedämmten Holzfenster sind im Zickzack angeordnet. Vorteil dieses mehrfachen Richtungswechsels im spitzen Winkel: Unterschiedliche Reflexionen je nach Wetter- und Tagesverlauf bereichern die Wahrnehmung. Vor allem aber begleiten Sitznischen die Innenseite der Fassaden, sodass die Nutzer*innen das Gebäude in Besitz nehmen können, während sich zudem noch Platz für die Lüftungsflügel findet.

Die Aussage der Architektur wird in Solothurn vom Allgemeinen zum Besonderen konjugiert – bereichert durch eine Prise Poesie als irrationales Moment jeder Baukunst.

ARGE Baumschlager Eberle Architekten

AUFTRAGSART Projektwettbewerb selektiv
JAHR 2024
BAUHERRSCHAFT Kanton Solothurn
BAUKOSTEN -


                            rötihof_grundriss erdgeschoss

                            rötihof_situation

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                            rötihof_grundriss 2.obergeschoss

                            rötihof_grundriss 3.obergeschoss

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                            rötihof_ansicht west

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                            rötihof_schnitt längs

                            rötihof_grundriss 1.obergeschoss

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                            rötihof_ansicht nord

                            rötihof_grundriss untergeschoss

                            rötihof_grundriss gartengeschoss

                            rötihof_schnitt quer